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Die albanische Seele leidet bis heute

Albanien war bis 1991 eine der schlimmsten Diktaturen Europas. Das Kino hilft, diese Zeit zu verarbeiten. Zwei Filmschaffende erzählen.

Juli lebt und arbeitet in einer Landschaft voller Schmerz: Der halb ausgetrocknete Sumpf um die Bota-Bar, wo während der Hoxha-Diktatur Gefangene ermordet wurden. Fotos: Screenshots Film
Juli lebt und arbeitet in einer Landschaft voller Schmerz: Der halb ausgetrocknete Sumpf um die Bota-Bar, wo während der Hoxha-Diktatur Gefangene ermordet wurden. Fotos: Screenshots Film

Eine junge Frau auf einem roten Motorrad fährt über den staubigen Boden eines halb ausgetrockneten Sumpfes. Vor ihr taucht ein Wohnwagen auf, mitten im albanischen Nirgendwo. Es ist die Bota-Bar, wo Juli arbeitet. Bota bedeutet auf Albanisch «Welt».

Julis Welt wird genau hier zusammenbrechen. Dann nämlich, wenn das Regieduo des gleichnamigen Films, Iris Elezi und Thomas Logoreci, den Mann mit Hut und Aktenmappe zum Kaffee vorbeischickt. Er hat die Knochen von Julis Mutter gefunden, im Sumpf, wo während der Diktatur Enver Hoxhas sogenannte Staatsfeinde in einem Straflager interniert waren und viele von ihnen ermordet wurden.

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