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Die Wiederholung der Grossartigkeit

Der Japaner Yoji Yamada aktualisiert Yasujiro Ozus berühmtes Familiendrama «Tokyo Story» von 1953. Upgrade eines Klassikers.

Warten auf den Sohn - Szene aus «Tokyo Family».
Warten auf den Sohn - Szene aus «Tokyo Family».
Trigon-Film
Nachdenken übers Leben - der Vater und die Schwiegertochter in «Tokyo Story».
Nachdenken übers Leben - der Vater und die Schwiegertochter in «Tokyo Story».
Trigon-Film
Ozu liess seine Figuren oft frontal in die Kamera sprechen: Schwiegertochter Noriko in «Tokyo Story».
Ozu liess seine Figuren oft frontal in die Kamera sprechen: Schwiegertochter Noriko in «Tokyo Story».
Trigon-Film
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Muss man Menschen zweieinhalb Stunden lang dabei zusehen, wie sie herumsitzen, schwatzen, einander aus dem Weg gehen? Unbedingt. Yoji Yamada gelingt mit «Tokyo Family» etwas, das nicht gelingen dürfte: einen Filmklassiker herauszuholen aus seiner Zeit und in die Gegenwart zu versetzen. Er tut es nicht plump, so wie zuweilen das Regietheater mit den Bühnenklassikern. Die Nuancen gehen nicht unter im Gepolter der offensichtlichen Aktualitätsbezüge. Vielmehr ehrt hier ein Lehrling seinen Meister, respektvoll, aber ohne falsche Bescheidenheit.

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