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Doch kein Tarantino in China

In chinesischen Kinos ist «Django Unchained» bereits kurz nach Erscheinen wieder aus dem Programm genommen worden.

In Amerika mit dem Oscar ausgezeichnet, in China zensiert: «Django Unchained» von Quentin Tarantino, hier bei der Premiere in Japan.
In Amerika mit dem Oscar ausgezeichnet, in China zensiert: «Django Unchained» von Quentin Tarantino, hier bei der Premiere in Japan.
Christopher Jue, Keystone

Das Internetportal Sina zitierte am Donnerstag aus einer Mitteilung an die Kinos, wonach der Film aus technischen Gründen nicht gezeigt werden könne. Vertreter der Filmindustrie sagten hingegen dem Portal, Nacktszenen hätten zu der plötzlichen Zensur geführt. Es sei unklar, wann der Film wieder auf der Leinwand zu sehen sei.

In einem Kino sei der Film nach nur einer Minute gestoppt worden, berichtete ein Nutzer des Kurzbotschaftendiensts Sina Weibo. Ein anderer Nutzer vermutete, die Zensur könnte möglicherweise mit dem «gefährlichen» Thema des Films zusammenhängen – dem Aufstand von Unterdrückten: So sei die Hauptfigur von einem Sklavenhalter lange unterdrückt worden, bevor sie «im Namen von Liebe und Freiheit» rebelliert habe.

«Django Unchained» war Tarantinos erster Film, der gemäss «The Hollywood Reporter» in China offiziell in den Kinos gezeigt werden sollte. Der Film mit Leonardo di Caprio und Jamie Foxx hätte am Donnerstag anlaufen sollen. Berichten zufolge sollen einige sehr gewalttätige Szenen bereits herausgeschnitten worden sein, um die Hürden der chinesischen Zensur zu nehmen. Angesichts der scharfen Vorkontrollen ist die Absetzung eines Films am Starttag ungewöhnlich.

Dank Raubkopien konnten zahlreiche chinesische Fans jedoch die Originalversion des Films bereits auf DVD oder im Internet sehen.

SDA/lmm

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