Ein Fest für «Fast and Furious»-Fans

Am Mittwoch startet «Fast and Furious 8» in den Schweizer Kinos. Die Filmserie, die mit religiöser Hingabe dem Automobil huldigt, ist ein Phänomen. Teil 7 spielte weltweit über 1,5 Milliarden Franken ein.

Was macht Protagonist Dom (Vin Diesel) wohl während seiner Flitterwochen auf Kuba? – Na klar, ein Strassenrennen fahren.

Was macht Protagonist Dom (Vin Diesel) wohl während seiner Flitterwochen auf Kuba? – Na klar, ein Strassenrennen fahren.

(Bild: zvg)

Ralph Heiniger

Als Fan der Filmserie habe ich mich riesig auf «Fast and Furious 8» gefreut. Und der Film hat meine Erwartungen übertroffen. «Fast and Furious 8» ist adrenalintreibendes Popcornkino der Superlative!

Die Handlung startet auf Kuba, wo sich Dom (Vin Diesel) und Letty (Michelle Rodriguez) gerade in den Flitterwochen befinden. Dort lauert Dom eine mysteriöse Frau auf (Charlize Theron), die ihn schliesslich dazu bringt, seine Familie zu hinter­gehen. Eine Hetzjagd treibt das bekannte Team (u. a. Dwayne Johnson, Jason Statham, Kurt Russell) nach Berlin, nach New York und schliesslich bis zum Eis der russischen Barentssee.

Die Besetzung ist ein All-Star-Team des Actionkinos.

Die Besetzungslistevon «Fast and Furious 8» liest sich wie ein All-Star-Team des modernen Actionkinos. Auf der Leinwand harmoniert dieses Team grossartig. Jason Statham ist gewaltig, Vin Diesel ist eine Naturgewalt, und Dwayne Johnson wirkt gar wie höhere Gewalt.

Punkto automobiler Action – dem Markenzeichen der Serie – ist die eine Szene in New York besonders originell, welche den Begriff «Blechlawine» ganz neu definiert. Und wenn Dom seinen Muscle Car beim grossen Finale erneut derart beschleunigt, dass die Vorderachse abhebt, ist der Fan im Actionparadies.

Natürlich: Zugunsten der Dramatik werden zuweilen die Gesetze der Physik und der Logik etwas strapaziert. Natürlich könnte man dem Film die Glorifizierung von Rasertum oder Selbstjustiz vorwerfen. In der Tat werden die Tempolimits ignoriert, und finstere Vasallen ohne Text beissen zum Schluss im Akkord ins Gras.

Doch «Fast and Furious 8» will unterhalten, nicht erziehen. Zudem beweist der Film in etlichen Szenen, dass er sich selbst nicht todernst nimmt. Etwa wenn Hobbs (Johnson) mit dem Fussballteam seiner Tochter den Haka tanzt (köstlich!). Wenn Mama Shaw (Helen Mirren) ihrem eisenharten Ex-Special-Forces-Sohnemann (Statham) die Leviten liest (genial!).

Der Trailer zu «Fast and Furious 8».

Quelle: Youtube.com/KinoCheck

Oder wenn dieser Sohnemann sich gegen eine Übermacht geschmeidig durch eine Schiesserei bewegt – mit der Knarre in der einen und dem Maxi-Cosi in der anderen Hand (einfach grandios!).

Im ersten Teil(2001) ging es noch um illegale Strassenrennen und geklaute DVD-Player. Mittlerweile droht die Welt durch nuklearen Terror im Chaos zu versinken. Die Handlung von «Fast and Furious» erinnert heute an «James Bond» oder «Mission: Impossible».

Redaktor Ralph Heiniger hat weder «Citizen Kane» noch «A Clockwork Orange» gesehen. Doch er kennt alle «Fast and Furious»-Filme auswendig. Bild: rh

Manche finden, die neuen Filme hätten sich zu weit vom Original entfernt. Ich finde, dass es der Serie trotzdem gelungen ist, sich selbst treu zu bleiben. Die Familie, das Auto, der bedingungslose Einsatz füreinander – das sind auch in Teil 8 die Eckpfeiler. Dazu passt auch, dass zum Schluss des 2013 verstorbenen Schauspielers Paul Walker auf rührende Weise gedacht wird.

Kurz gesagt:«Fast and Furious 8» macht riesig Spass. Er ist ein Fest für die Fans. Ich freue mich schon auf Teil 9.

«Fast and Furious 8»: Ab Mittwoch im Kino.

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