Eine Frau?!

Die Briten spekulieren, wer nach Daniel Craig die Rolle von James Bond übernehmen könnte. Drei Vorschläge.

Simon Knopf@SimonKnopf

Was James Bond und ein Royal Baby gemeinsam haben? Sie versetzen Grossbritannien in Hysterie; sie lassen das Inselvolk die Wettbüros stürmen und unermüdlich über Namen spekulieren. Da die neue Prinzessin seit ein paar Wochen auf der Welt ist und einen Namen trägt, ist Bond an der Reihe. Die Briten stellen sich gerade wieder die Frage, wer denn als Nächstes die Rolle von 007 übernehmen wird – dabei war «Spectre» noch nicht einmal in den Kinos. Und Daniel Craigs Vertrag gilt für einen weiteren Bond-Film.

Doch die Ungewissheit, was nach Craig kommt, ist manchen offenbar zu viel. Es äussern sich Ex-Bonds und Ex-Bond-Bösewichte; Grossbritanniens grösster Buchmacher William Hill befeuert die Spekulationen mit der Veröffentlichung der aktuellsten Wettquoten: Tom Hardy («Mad Max») (4/1), Henry Cavill (Superman in «Man of Steel») (5/1), Michael Fassbender («X-Men») (7/1), Damian Lewis («Homeland») (6/4).

Damian Lewis! Ein Rotschopf als James Bond? Man ahnt bereits, wie die 007-Puristen ihren Bond-darf-nicht-blond-sein-Boykott vor «Casino Royale» wiederholen. Wir hingegen sagen: wenn schon ein neuer Bond, dann gleich ein völlig anderer. Hier unsere Vorschläge:

1. Der schwarze Bond
Rund zwei Millionen Briten sind dunkler Hautfarbe. In britischen Polizei- und Spionageserien wie «Waking the Dead» und «Spooks» ermittelten schon vor zehn Jahren schwarze Beamte. Weshalb also nicht ein schwarzer 007? Der geeignete Schauspieler: Idris Elba. Bei den Buchmachern steht er mit einer Quote von 5/2 derzeit an zweiter Stelle hinter Lewis. Charisma besitzt Elba genügend. Und so kernig wie Ian Flemings Romanfigur ist der 42-Jährige allemal. Wer das nicht glaubt, der schaue sich seine Auftritte in den Serien «The Wire» und «Luther» an.

2. Bond mit Glatze
Sicherlich gäbe es keinen nächsten Streit über Bonds Haarfarbe, wenn Craigs Nachfolger Glatze tragen würde. Eine ach so männliche Figur wie 007 würde durch einen glatzköpfigen Darsteller gewinnen – schliesslich gelten Männer ohne Kopfhaar laut verschiedenen Studien als hypermännlich. Der geeignete Kandidat in dieser Kategorie: Jason Statham. Dem Briten mag auf den ersten Blick die notwendige Kultiviertheit fehlen. Dafür stimmt die Mischung aus Sex-Appeal und Rohheit.

3. Miss Bond
Mit Stella Remington hatte der britische Inlandgeheimdienst MI5 vier Jahre lang eine Direktorin, mit Judi Dench als M hatte Bond 17 Jahre lang eine Chefin. Höchste Zeit also, dass Bond weiblich wird. Immerhin gab es mit Emma Peel bereits in den 60ern eine Agentin mit Wucht. Unser Vorschlag: die englisch-amerikanische Schauspielerin Gilian Anderson. In der Krimiserie «The Fall» spielt Anderson eine ranghohe Polizistin, deren Auftreten Bonds Selbstbewusstsein in nichts nachsteht. Gleich in der ersten Folge lockt sie einen untergebenen Polizisten ins Bett. Womit wir auch gleich das geeignete Begleitphänomen für einen weiblichen 007 hätten: den Bond-Boy.

berneroberlaender.ch/Newsnetz

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