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«Er war ein schwacher Mann, ein furchtbarer Ehemann»

Der britische Schauspieler Rupert Everett dreht einen Film über den Schriftsteller Oscar Wilde. Die Geschichte spielt 1897 und zeigt die drei letzten Jahre des gebürtigen Iren (1854–1900).

Führt Regie und übernimmt die Hauptrolle: Rupert Everett (Bild) dreht einen Film über Oscar Wilde.
Führt Regie und übernimmt die Hauptrolle: Rupert Everett (Bild) dreht einen Film über Oscar Wilde.
Keystone

«Eine Zeit, die so bisher noch in keiner anderen Biografie vorkommt», erläuterte Everett («Die Hochzeit meines besten Freundes») am Donnerstag auf der Frankfurter Buchmesse. Wildes schwere Zeit nach dem Gefängnis im Exil in Paris wird in einer Zeitspanne von fünf Tagen gezeigt – dabei gibt es immer wieder Rückblenden.

Der 52-jährige Everett ist Autor, führt Regie und spielt selbst auch die Hauptrolle in der knapp 10 Millionen Euro teuren europäischen Gemeinschaftsproduktion. Die Rolle von Wildes Frau spielt Emily Watson, ebenfalls mit dabei ist Tom Wilkinson.

Wilde sei häufig verherrlicht und einseitig dargestellt worden, fuhr Everett fort. Er wolle den Schriftsteller zeigen, wie er wirklich war – mit all seinen Facetten und Fehlern. «Er war ein schwacher Mann, ein furchtbarer Ehemann, er war verrückt, und er hatte eine faszinierende Art, die Dinge zu sehen», sagte der Brite, der sich wie sein Filmheld zu seiner Homosexualität bekennt.

SDA/net

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