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Filme, zum Lachen traurig

Im internationalen Spielfilmwettbewerb des 7. Zurich Film Festival ist es bereits zu ein paar eindrücklichen Lebenskatastrophen gekommen.

Ein gut gelauntes, triebgesteuertes Jugenddrama: «Turn Me On, Goddammit» von Jannicke Systad Jacobsen (mit Helene Bergsholm als Alma, links).
Ein gut gelauntes, triebgesteuertes Jugenddrama: «Turn Me On, Goddammit» von Jannicke Systad Jacobsen (mit Helene Bergsholm als Alma, links).
PD

Im siebten Jahr des Zurich Film Festival muss einmal Schluss sein mit der Behauptung, die Veranstaltung suche noch nach ihrem Charakter. Sie hat ihn gefunden, und das hat sich bereits letztes Jahr abgezeichnet. Künstlerisch, zum Beispiel im internationalen Spielfilmwettbewerb, erkennt man ihn an einer massvollen realistischen Kühnheit und an einem nicht allzu experimentellen, aber doch am Existenziellen kratzenden Stilwillen. Nach aussen ist er immer noch auf Glanz aus, jedoch nicht mehr so hysterisch wie in der Anfangszeit, als man dem Zürcher Festival nicht viel mehr ansah als den Wunsch, Locarno zu zeigen, wo der Bartel prominenzmässig den Most holt. Die wohldosierte Präsenz von Berühmtheiten erster Ordnung hat jetzt eine fast schon sympathische Selbstverständlichkeit. Aber der Festivalcharakter misst sein Selbstbewusstsein nicht mehr nur daran. Es scheint, er hat seinen Frieden gemacht mit der eigenen begrenzten Wichtigkeit.

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