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Flüchtlingsgeschichten holen die Hauptpreise

Neuerlich mehr Besucher an den Kurzfilmtagen Winterthur: Registriert wurden dieses Jahr 15'500 – 1000 mehr als im Vorjahr. Der mit 12'000 Franken dotierte Hauptpreis ging an den Franzosen Farid Bentoumi.

Gewinnt den Hauptpreis an den Kurzfilmtagen Winterthur: Die Flüchtlingsgeschichte «Brûleurs» des Franzosen Farid Bentoumi.
Gewinnt den Hauptpreis an den Kurzfilmtagen Winterthur: Die Flüchtlingsgeschichte «Brûleurs» des Franzosen Farid Bentoumi.
kurzfilmtage.ch

Das 15-minütige Werk «Brûleurs» erzählt von der Flucht fünf junger Algerier übers Mittelmeer Richtung Europa. Der «ebenso berührende wie humorvolle Film» habe die Jury durch seinen «frischen Umgang mit einem ebenso aktuellen wie allgegenwärtigen Thema» überzeugt, heisst es in einem Communiqué der Kurzfilmtage vom Sonntag.

Auch den mit 8000 Franken dotierten Preis für den besten Schweizer Kurzfilm erhielt eine Flüchtlingsgeschichte: Der Animationsfilm «Bon voyage» des 1986 geborenen Berners Fabio Friedli. Das Werk beschreibt laut Communiqué unvoreingenommen die gefährliche Reise Dutzender Migranten in eine vermeintlich bessere Welt.

Der von der Hochschule Luzern Design und Kunst produzierte Beitrag hatte bereits am Donnerstag den Preis für den besten Schweizer Schulfilm im Wert von 5000 Franken erhalten. Den Schweizer Kamerapreis in der Höhe von 8000 Franken durften Gabriel Lobos und Benjamin Doblo für ihre Arbeit am Film «Le Début de la fin» entgegennehmen.

Pornografie mit Hosen

Der ausserhalb des Wettbewerbs vergebene Shortrun-Preis für das vielversprechendste Drehbuch ging an Thaïs Odermatt für ihr Projekt «Kurt und die Sesselbahn». Die Auszeichnung beinhaltet Postproduktions-Sachleistungen in der Höhe von 12'000 Franken.

Den Förderpreis für ein Regietalent (10'000 Franken) erhielt der deutsche Filmemacher Johannes Dullin für «Threesome». Die Jury bezeichnete den Film als «eigentümliche Arbeit, die es schafft, Pornografie nachzubilden, ohne dabei die Hosen zu verlieren.»

Festival wird verlängert

Eine lobende Erwähnung des Festivals bekam Rungano Nyoni aus Sambia für «Mwansa the Great». Afrika bildete dieses Jahr einen Programmschwerpunkt. Den mit 10'000 Franken dotierten Publikumspreis sprachen die Festivalgänger «Las Palmas» des Schweden Johannes Nyholm zu; er nimmt Touristen auf die Schippe.

Insgesamt wurden im diesjährigen Wettbewerb Preise im Gesamtwert von 48'000 Franken vergeben. Aufgrund der stetig steigenden Besucherzahlen, wie es im Communiqué heisst, wird das Festival um einen Tag verlängert. Die 16. Internationalen Kurzfilmtage Winterthur im November 2012 dauern somit sechs statt fünf Tage.

SDA/dj

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