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Frieren, wenn es nicht kalt ist

Im heutigen Kurzfilm dokumentiert Ursula Meier, wie aus Kacey Mottet Klein ein Schauspieler wurde.

Aus alten Testaufnahmen von Castings macht Ursula Meier einen dokumentarischen Kurzfilm: «Kacey Mottet Klein, naissance d’un acteur» (2015). Produktion: Milos Film, Zauberlaterne, RTS.

«Früher war eine Filmfigur für mich nur ein Abbild. Ein Mister X. Jetzt ist sie eine Person. Jemand, dem man ein Leben einhaucht, den man verteidigt, den man liebt.» So spricht Kacey Mottet Klein über die Schauspielerei. Seit er acht ist, dreht er Filme. Ursula Meier hat ihn entdeckt.

Für ihre zwei Filme «Home» (2008) und «Sister» (2012) arbeitete sie mit Klein. Dabei nahm sie nicht nur ihren Spielfilm, sondern auch die Arbeit mit dem jungen Schauspieler auf. «Naissance d’un acteur» ist das Porträt eines Jugendlichen, der sich vor der Linse und durch sie entwickelt. Er lernt, die Kamera zu ignorieren. Zu frieren, wenn es nicht kalt ist. Zu weinen, wenn seine Figur verzweifelt. Zur Ruhe zu kommen, wenn die Aufnahmen beendet sind.

Körper als Werkzeug

Meier nimmt die Entstehung eines Schauspielers auf: Denn der Junge zeigt, wie er seinen Körper «als Instrument, als Werkzeug» zu nutzen beginnt, um eine Figur zum Leben zu erwecken.

Die Westschweizerin Ursula Meier dreht Schweizer Filme von internationalem Format. «Home» und «Sister» wurden als Schweizer Beitrag für den Oscar 2010 und 2013 in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film eingereicht. Kacey Mottet Klein wird die Schweiz als «Shooting Star» im Rahmen der 66. Berlinale 2016 vertreten.

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