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Heute Nacht war ein Räuber hier

Missbrauch in der Familie: Der heutige Kurzfilm zeigt ein Mädchen, das seiner Kindheit beraubt wird.

Wie sich Missbrauch aus der Perspektive einer 11-Jährigen anfühlt: «Der Räuber» von Felix Schaffert.

«Ja», lügt sie. Dabei hat sie nicht geduscht. Sie hat geraucht im Badezimmer. Die Mutter soll es nicht wissen. Würde sie das Rauchen erklären, müsste sie noch viel mehr erzählen, aber das kann sie nicht. Zu hilflos und ohnmächtig fühlt sich das Mädchen, Scham- und Schuldgefühle plagen und blockieren sie.

Im Kurzfilm «Der Räuber» übernehmen Bilder und Geräusche das Sprechen. Sie erzählen, was das Mädchen nicht über die Lippen bringen kann: «In der Nacht schleicht sich mein Vater in mein Zimmer. Bevor ich mich abends ins Bett lege, verteile ich Murmeln auf dem Boden, damit ich höre, wenn er kommt. Ich will nicht erschrecken, wenn er da ist. Was danach passiert, ist erschreckend genug. Ich werde sexuell missbraucht. Immer wieder.»

Filmemacher Felix Schaffert studierte Video, Drehbuch und Regie an der Hochschule in Luzern und ist seit 2010 als freier Filmemacher tätig. Sein neuer Kurzfilm «Harmony» läuft zurzeit an Festivals.

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