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«Ich stand mit beiden Füssen im Morast»

Für Lambert Wilson war es eine spezielle Herausforderung, einen Ritter in Taverniers Film «La Princesse de Montpensier» zu spielen.

Gelehrter Ritter: Lambert Wilson mit Mélanie Thierry als Prinzessin.
Gelehrter Ritter: Lambert Wilson mit Mélanie Thierry als Prinzessin.
Frenetic

In «Des hommes et des dieux» spielten Sie den Mönch Christian, in «La Princesse de Montpensier» nun den Comte de Chabannes. Ist es ein Vor- oder Nachteil, unmittelbar nacheinander zwei so verwandte Figuren zu spielen? Dieser Gleichklang zwischen den Figuren war wirklich erstaunlich: Sie sind Männer des Glaubens, der Gewaltlosigkeit und von bewundernswerter Gelehrsamkeit. Beides sind Charaktere, die mir sehr fremd waren, weit entfernt von meinen persönlichen Erfahrungen. Meine grösste Sorge war, mich zu wiederholen, denn beide Filme entstanden beinahe gleichzeitig: Während wir «La Princesse» drehten, studierte ich abends nach Drehschluss die lateinischen Gesänge für den Mönchsfilm ein. Acht Monate lang arbeitete ich in einem wirklich atemlosen Tempo: im Herbst der Film mit Tavernier, dann «Des hommes et des dieux», gleich im Anschluss trat ich in Paris in einem Musical von Stephen Sondheim auf, und danach habe ich mit der Inszenierung eines Stücks von Marivaux begonnen. Ich hatte keinen einzigen Ruhetag in dieser Zeit. Das war ungeheuer intensiv. Am Ende brach ich erschöpft zusammen.

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