Javier Bardem bricht nach Teenager-Frage zum Klimaschutz in Tränen aus

Der Schauspieler wurde an einer Masterclass am Zurich Film Festival emotional.

Javier Bardem an einer Gesprächsveranstaltung am Freitag im Rahmen des 15. Zurich Film Festival. Foto: Getty Images/ZFF

Javier Bardem an einer Gesprächsveranstaltung am Freitag im Rahmen des 15. Zurich Film Festival. Foto: Getty Images/ZFF

Der spanische Schauspieler Javier Bardem hat am 15. Zurich Film Festival über seine Arbeit und sein aktuelles Herzensthema, den Umweltschutz, gesprochen. Als ihm ein 15-Jähriger aus dem Publikum eine Frage zum Klimawandel stellte, wurde der Oscarpreisträger emotional.

«Dass du hergekommen bist, um über dieses Thema zu reden, während du in deinem Zimmer sitzen und gamen könntest, berührt mich sehr», sagte der 50-Jährige am Freitagnachmittag im Zürcher Filmpodium. Und dann kam lange nichts mehr. Javier Bardem liess seinen Tränen freien Lauf.

Dass die Jugend von heute mit den Konsequenzen leben müsse, die seine Generation durch die jahrelange Umweltverschmutzung mitverschulde, nimmt den Schauspieler sichtlich mit. «Und dann heisst du auch noch Leo, wie mein Sohn», stammelt er, wandte sich wieder an alle Anwesenden und rief sie dazu auf, «jetzt die Richtigen in die Politik zu wählen».

Am Vorabend hatte Javier Bardem seinen neuen Film «Sancuary» vorgestellt. In dem Dokumentarfilm von Regisseur Alvaro Longoria sind die spanischen Schauspieler, Umweltschützer und Brüder Javier und Carlos Bardem auf einer ambitionierten Mission. Die beiden machen sich zusammen mit Wissenschaftlern auf zum Weddellmeer, um sich für die Errichtung des weltweit grössten Meeresschutzgebiets einzusetzen.

Dass es ihm mit seinem Engagement ernst ist, bewies der Spanier am Donnerstagabend, als es bei seinem Gang über den Grünen Teppich zu Tumulten kam. Sicherheitskräfte hatten versucht, einer Gruppe von Umweltaktivisten die Plakate wegzureissen. Worauf Javier Bardem eingriff und darum bat, sie protestieren zu lassen. «Sie haben Recht, und solange sie respektvoll sind, lassen Sie sie bitte in Ruhe», sagt er laut Medienmitteilung des ZFF vom Freitag.

Auch lockere Themen

In den lockeren Momenten, in denen Bardem seinen Zuhörern nicht eine düstere Zukunft prophezeite oder sich als «Verteidiger Woody Allens» outete, der seiner Meinung nach zu Unrecht des sexuellen Missbrauchs beschuldigt worden sei, witzelte er gerne. Und sagte Dinge wie: «Ich glaube nicht an Gott, ich glaube an Al Pacino», was ihm das Publikum mit Gelächter und Applaus verdankte.

sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt