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Jetzt wasch mal das blutige Geschirr

Heilloser Blödsinn in der WG der Untoten: Am Neuchâtel International Fantastic Film Festival wurde der Vampir-Mythos zertrümmert, und das christliche Amerika musste ebenfalls leiden.

Der leere Thron des Königs: Sam (AJ Bowen) bei Vorbereitungen zum Interview mit dem Sektenführer im Horrorthriller «The Sacrament». Foto: PD
Der leere Thron des Königs: Sam (AJ Bowen) bei Vorbereitungen zum Interview mit dem Sektenführer im Horrorthriller «The Sacrament». Foto: PD

Piep, der Wecker geht, der Held steht auf. So beginnt jeder zweite Film, aber in «What We Do in the Shadows» ist alles ein wenig anders. Der Mann, der sich erhebt, muss einen Sargdeckel wegwuchten; und aufstehen tut er erst, wenn die Sonne untergeht. Dann schiebt Viago, der Vampir, die Vorhänge beiseite und spricht in die Kamera, im Gesicht ein dämliches Grinsen: «Alles gut, draussen ist es dunkel. Dieser Moment ist immer etwas aufregend.» Und kichert blöd und schwebt davon zu seinen Mitbewohnern. Es steht die WG-Sitzung an wegen der blutigen Kelche, die sich in der Küche stapeln. «Wir wollen auf niemanden mit dem Finger zeigen», sagt Viago. «Aber das hier, das ist eine Sauerei.»

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