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Keine von uns

In «Under the Skin» geht Scarlett Johansson als Alien auf Männerjagd – und zieht sich aus. Die Schlüsselreize aber sind die Bilder, mit denen Jonathan Glazer das Science-Fiction-Kino auf den Boden zurückholt.

Mit seltsam leerem Blick im Halbdunkel eines starken Science-Fiction-Films: Scarlett Johansson in «Under the Skin». Foto: PD
Mit seltsam leerem Blick im Halbdunkel eines starken Science-Fiction-Films: Scarlett Johansson in «Under the Skin». Foto: PD

Da hat man sich einmal einen Science-Fiction-Film mit Scarlett Johansson gewünscht, und jetzt haben wir schon drei. In Spike Jonzes «Her» war sie ­präsent als Stimme eines Computer­programms. In «Lucy» von Luc Besson, einer grösser budgetierten Kiste, ent­wickelt sie aus Versehen übernatürliche Kräfte. Nun, in «Under the Skin», bummelt sie im Lieferwagen durch Schottland. Nichts Aussergewöhnliches also – denkt man. Aber diese namenlose Frau ist schwer einzuschätzen, sie sitzt oft im Halbdunkel, ihr seltsam leerer Blick wird verdeckt vom pechschwarzen Perückenhaar, das ihr ins Gesicht fällt. Ihre Lippen sind rot geschminkt, der Körper steckt in einem Pelzmantel. Und warum bietet sie immer wieder jungen Männern an, sie ein Stück mitzunehmen?

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