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Kurzfilm der Woche: Existenzielle Seilbahn

Der Animationsfilm «Die Seilbahn» zeigt einen Mann, der des Wintersportlers Albtraum schlechthin erlebt.

Winterferien, eigentlich eine schöne Zeit. Die Berge laden zum Schneeplausch ein. Dem Ruf der Berge folgt im Kurzfilm von Claudius Gentinetta und Frank Braun auch ein alter Mann. Er besteigt eine Bergseilbahn und genehmigt sich eine Portion Schnupftabak. Doch mit jeder Niesattacke löst sich die Kabine weiter in ihre Bestandteile auf, während sie in immer bodenlosere Höhen schwebt. Doch der Alte beugt sich keineswegs passiv seinem Schicksal – hat er doch eine Rolle Klebeband dabei.

Bloss sechs Minuten dauert der Film – trotzdem gelingt ihm das Kunststück, grosse Themen zu behandeln. Denn wie der Mann hoch hinaus will, aber scheitert, hat durchaus existenziell-philosophische Züge. Genauso wie sein vergeblicher Kampf gegen die Widrigkeiten des Schicksals.

Claudius Gentinettas kurze Animationsfilme haben seit den frühen 90er-Jahren immer wieder für Aufsehen gesorgt. Zurzeit arbeitet er an seinem neuesten Film, der nächstes Jahr fertiggestellt wird. Der vorliegende Animationsfilm ist fast ein junger Klassiker des Genres, wobei wie in allen Filmen Claudius Gentinettas der berufliche Hintergrund und die Ausbildung des Künstlers zum Tragen kommen: Gentinetta absolvierte Ausbildungen in Grafik und Animation, seither lebt er als Trickfilmer und Comiczeichner in Zürich.

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