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Kurzfilm der Woche: «Osländer! Öberall!»

Jonas Raebers Kurzfilm «Grüezi» feierte 1995 Premiere. Manch einem dürfte er ziemlich aktuell vorkommen.

«Grüezi. Wüssed Si, s’Usland gfallt mir also sehr.» So harmlos fängt er an, Jonas Raebers zweiminütiger Kurzfilm. Im Sommer, so der Mann im kleinkarierten Karohemd, fahre er mit dem Wohnwagen jeweils Richtung Süden – «die hend jo emmer Sonne det onde, die Glöckspilz».

Doch dann kommt es, das ABER, und der ohnehin schon dicke Hals des Stammtischmannes wird immer dicker. Immer röter und immer böser wird er, der nun seine Hasstirade gegen Ausländer herunterbetet: eine nie mehr zu enden scheinen wollende Stereotypenleier. Doch plötzlich verstummt er...

«Grüezi» feierte 1995 an den Solothurner Filmtagen Premiere. An Aktualität hat der Kurzfilm trotzdem nichts eingebüsst – nicht nur in Hinblick auf den bevorstehenden Abstimmungssonntag.

Der Luzerner Jonas Raeber (Jahrgang 1968) machte sich Anfang der 90er-Jahre mit politisch engagierten, kritischen Filmen einen Namen in der hiesigen Animationsfilmszene: «Patt» (1990) hinterfragt den Sinn der Schweizer Armee; «Hoffen auf bessere Zeiten» (1993) macht ein Statement zu Waffenhandel und -fabrikation.

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