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Kurzfilm der Woche: Tipptopper Erpresserbrief

«Ransom» ist eigentlich ein Auftragsfilm. Die Geschichte rund um die Entstehung ist ähnlich bizarr wie jene von Michael Steiners «Grounding 2026».

Stilsichere Erpresser: «Ransom» von Dustin Rees.

Filmer Dustin Rees produzierte den Film «Ransom» eigentlich als Party-Highlight für ein Grafikbüro, zu dessen Zehn-Jahre-Jubiläum er eine Carte blanche erhalten hatte. Doch wie das so gehen kann mit Auftragsfilmen (Vergleiche: Michael Steiners «Grounding 2026»), lief etwas schief: Das Grafikbüro verschickte einen Brief an 150 Kunden mit einer Terminankündigung. Der Brief hatte keinen Absender, die Adresse war mit der Schreibmaschine getippt und der Text war aus ausgeschnittenen Buchstaben zusammengesetzt. Totenköpfe waren auch zu sehen. Im Brief stand: «Reservieren Sie sich den 27. Juni 2012. PS: Keine Polizei!» Wenige Wochen später erhielten die Kunden die definitive Einladung, diesmal natürlich mit dem Absender des Grafikbüros. Und dann ging der Rummel los. Die Firmeninhaberin: «Wir stellten dann mit grossem Schrecken fest, dass unser witzig gemeinter Brief bei einigen Leuten grosse Angst ausgelöst hatte.» Vor allem Mitglieder von Behörden fühlten sich vom Brief bedroht. Es gingen Klagen bei der Polizei ein. Und das Fest musste abgesagt werden. Und der Film? Der sollte eigentlich an der Party Premiere haben, wurde dann aber erst zwei Monate später zum ersten Mal öffentlich gezeigt – und macht sich jetzt auf, die Festivallandschaft aufzumischen.

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