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«Nur wenige haben das nötige Charisma»

Wer in der Schweiz eine Filmrolle will, kommt an Corinna Glaus kaum vorbei. Die Casting-Frau über Filmgesichter, Bestechungsversuche, die ewig gleichen Schauspieler und den zuletzt ausgestrahlten «Tatort».

Corinna Glaus, Sie haben die intersexuelle Rolle gecastet, die im kürzlich ausgestrahlten Schweizer «Tatort» zu sehen war. Wie lange dauerte es, bis Sie die passende Schauspielerin gefunden haben? Mit Ausnahme des durchgehenden Hauptcasts war ich nicht nur für ihre Rolle, sondern für die Besetzung des gesamten Films zuständig, was üblich ist. Die Zeit war relativ knapp bemessen, wir hatten ein paar Wochen Zeit. Gerade caste ich für zwei Kinospielfilme, bei denen Jugendliche die Hauptrollen spielen. Da dauert es mehrere Monate. Würde eine Produktion heute grünes Licht geben für einen Dreh im kommenden Frühling, müsste man jetzt damit beginnen, die Rollen zu besetzen, sofern es sich um Laien oder Jugendliche handelt.

Kommen Sie also zum Zug, sobald ein Projekt feststeht? Es kommt darauf an. Meist wird für die Finanzierung eines Filmes eine Art Gesamtpaket zusammengestellt, das nebst Drehbuch und vielen anderen entscheidenden Unterlagen auch die Besetzung der Hauptrollen enthält. Also lange bevor der Dreh beschlossene Sache ist. Das kann ein oder auch mehrere Jahre vor Drehbeginn sein.

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