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Stotternder König begeistert die Briten

Der Film «The King's Speech» räumt bei den BAFTA-Awards ab. Die Chancen auf einen Oscar steigen – doch eine andere Produktion ist dem Film dicht auf den Fersen.

Leidet in seiner Rolle an der Strenge am Hof: Colin Firth.
Leidet in seiner Rolle an der Strenge am Hof: Colin Firth.

Und wieder sind die britischen Royals in aller Munde: Der Film «The King's Speech» hat sich nach seiner Erfolgsreise durch die Kinos auch bei den Bafta-Filmpreisen durchgesetzt.

Wie erwartet sahnte die Geschichte um König George VI., den Vater von Queen Elizabeth II., in seiner Heimat ab. Zwar erreichte er von seinen 14 Nominierungen lang nicht alle. Doch besonders in den Königskategorien lief es glänzend: Bester Darsteller für Colin Firth als George, Beste Nebendarstellerin für Helena Bonham Carter als Queen Mum, Bester Nebendarsteller für Geoffrey Rush als Sprachtherapeut, Beste Musik, Bestes Drehbuch, Herausragender britischer Film, und zu guter Letzt auch noch Bester Film – sieben Preise insgesamt.

Die Verleihung der Bafta-Filmpreise ist einer der Höhepunkte des Jahres in der britischen Filmindustrie und dient auch als Stimmungsbarometer für die Oscars.

Eine andere Sicht

Im Jahr der Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton wirft «The King's Speech» eine etwas andere Sicht auf die Königsfamilie. George VI. litt vor allem als Kind unter der Kälte und Strenge am Hof - als Erwachsener schlägt sich das in seinem Stottern nieder.

Obwohl er wegen seines vergleichsweise geringen Budgets von rund 17,3 Millionen Pfund (26,9 Millionen Franken) auch bei den Baftas immer wieder als «kleiner Film» bezeichnet wurde, entwickelte er sich zum Überraschungserfolg.

Preis für Rowling

Bei den Golden Globes war aus sieben Nominierungen zwar nur ein Preis geworden - der für Colin Firth als Bester Schauspieler. Doch nach dem Bafta-Erfolg wächst jetzt die Hoffnung auf einen Oscar.

Gefeiert wurde auch die Harry-Potter-Serie, die die britische Filmindustrie seit Anfang des Jahrtausends wieder stärker ins Rampenlicht gebracht hatte. Die Autorin der Zauberbücher, Joanne K. Rowling, nahm die Sonderauszeichnung für den «Herausragenden britischen Beitrag» persönlich entgegen.

Hollywood-Filme kamen relativ bescheiden weg. Für den Facebook- Film «The Social Network» gab es einen Bafta-Preis für das Beste Drehbuch nach Literarischer Vorlage und den Schnitt. Leonardo DiCaprios «Inception» über surreale Parallelwelten in den Köpfen der Menschen wurde unter anderem für Klang und Visuelle Spezialeffekte ausgezeichnet. Beste Schauspielerin wurde wie bereits bei den Golden Globes Natalie Portman für ihre Rolle als von ihrem Perfektionsdrang gejagte Ballerina in «Black Swan».

SDA/oku

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