Zum Hauptinhalt springen

Tot und hungrig

Der Zombie war schon immer eine prima Projektionsfläche für Kulturtheorien. Nun simuliert eine US-Serie mit ihm den Klassenkampf.

Heute ist Halloween und trendbewusste Schweizer schnitzen Kürbisse. Oder sie verkleiden sich als Zombies. Denn Zombies sind auf gruslige Art cool. Das zeigen nur schon die rekordverdächtigen Einschaltquoten der Serie «The Walking Dead», die in Amerika gerade in die zweite Staffel geht. Zum ersten Mal dürfen Untote hier im Wochenrhythmus über die Mattscheibe wanken.

«The Walking Dead» ist der vorläufige Höhepunkt der Zombie-Evolution, die bereits lange andauert. Schon die Menschen in der Frühgeschichte fürchteten, dass die Toten zurückkehren. In verschiedenen Kulturen wurden Gräber gefunden, in denen die Leichen Verstorbener gefesselt waren. Das Wort «Zombie» entstand freilich später; es stammt aus der zentralafrikanischen Sprache Kimbundu, wo «nzùmbe» einen Totengeist bezeichnet. Untote spielen denn auch im Voodoo eine zentrale Rolle.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.