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Woody Allens neue Muse

Für seine alten Neurosen braucht der gealterte Woody Allen einen jungen Körper. Mit dem Schauspieler Owen Wilson hat er eine sonderbare Wahl getroffen, aber scheinbar genau den Richtigen für sein Alter Ego gefunden.

Optisch ist Owen Wilson der typische Sunnyboy, der von morgens bis abends am liebsten surft oder Party macht. (23. Februar 2011)
Optisch ist Owen Wilson der typische Sunnyboy, der von morgens bis abends am liebsten surft oder Party macht. (23. Februar 2011)
Keystone
Dass Woody Allen ihn als sein Alter Ego im Film «Midnight in Paris» besetzt hat, hat viele erstaunt. Hier posieren die beiden zusammen mit der Hauptdarstellerin Rachel McAdams. (11. Mai 11)
Dass Woody Allen ihn als sein Alter Ego im Film «Midnight in Paris» besetzt hat, hat viele erstaunt. Hier posieren die beiden zusammen mit der Hauptdarstellerin Rachel McAdams. (11. Mai 11)
Keystone
Mit dem Regisseur Wes Anderson hat Wilson mehrere Drehbücher geschrieben. (13. Februar 2002)
Mit dem Regisseur Wes Anderson hat Wilson mehrere Drehbücher geschrieben. (13. Februar 2002)
Keystone
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Bei Woody Allens Filmen ist das so: Entweder – meistens – spielt er selber mit. Und wenn er selber nicht mitspielt, nimmt er einfach einen Hauptdarsteller, besetzt ihn mit seinen Neurosen und spricht dann durch seine Figur – wie die Stimmen aus dem Jenseits, die durch ihr Medium sprechen.

Vor zwei Jahren trieb es Allen damit auf die Spitze, als er Larry David die Hauptrolle in «Whatever Works» gab. Nach drei Filmsätzen ohne Punkt, Komma und Atemzug war klar: Das ist gar nicht Larry David, das ist der Meister selbst. «Woody Allen hat sein zynisches Alter Ego gefunden», jubelten die Medien. Für Allen offenbar nicht gut genug. Sein ergrautes Alter Ego alias Larry David liess er nach nur einem Film fallen und besetzte die Hauptrolle in «You Will Meet a Tall Dark Stranger» mit Anthony Hopkins. Allerdings ist dieser ebenfalls ergraut und mit seinen 73 Jahren nur zwei Jahre jünger als Allen.

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