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Die berühmtesten vier Töne der Musikgeschichte

Ta-ta-ta-taaa: Es gibt wohl niemanden in der westlichen Welt, der den Beginn von Beethovens 5. Sinfonie nicht kennt. Aber was ist denn überhaupt so speziell daran?

Vom Debakel zum Hit: Die Uraufführung von Beethovens 5. Sinfonie ging am 22. Dezember 1808 im Theater an der Wien über die Bühne.
Vom Debakel zum Hit: Die Uraufführung von Beethovens 5. Sinfonie ging am 22. Dezember 1808 im Theater an der Wien über die Bühne.

Am Anfang stehen Fake News, vielleicht. «So pocht das Schicksal an die Pforte», soll Beethoven zu den ersten vier Tönen seiner 5. Sinfonie gesagt haben – zu jenem «ta-ta-ta-taaa» also, das zum berühmtesten Motiv der westlichen Musikgeschichte werden sollte.

Aber hat er das wirklich? Darüber wird gestritten, seit Anton Felix Schindler diese Deutung überliefert hat. Dieser Schindler war eine schillernde Figur, ein Geiger, der zeitweise auch in jener Wiener Rechtskanzlei arbeitete, die Beethoven in seinen juristischen Streitigkeiten vertrat. 1840 gab er die erste, höchst unzuverlässige Beethoven-Biografie heraus, in der er vor allem seine eigene Nähe zum Komponisten unterstrich – unter anderem mithilfe von gefälschten Eintragungen in Beethovens Konversationsheften. Dass er auch den Schicksalssatz erfunden hat, ist ihm also zweifellos zuzutrauen.

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