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Man hörte vor allem die Lücke

Das Eröffnungskonzert am Lucerne Festival war eine Hommage an Claudio Abbado. Und ein Erfolg für Dirigent Andris Nelsons.

Er versuchte gar nicht erst, Abbados Art zu imitieren: Andris Nelsons. Foto: Peter Fischli (Lucerne Festival)
Er versuchte gar nicht erst, Abbados Art zu imitieren: Andris Nelsons. Foto: Peter Fischli (Lucerne Festival)

Das Programm für die Eröffnung des diesjährigen Lucerne Festival hatte noch Claudio Abbado gewählt, und man stellte sich mit einiger Wehmut vor, wie Brahms’ Serenade Nr. 2 mit ihm und dem von ihm gegründeten Lucerne Festival Orchestra geklungen hätte: innig und gelassen, auf ungekünstelte Weise heiter. Aber nun fehlte Abbado, und man hörte vor allem die Lücke, die er nach seinem Tod hinterlassen hat. Da war nichts mehr von jener Selbstverständlichkeit, mit der er und seine Musiker die Werke jeweils abheben liessen. Und nicht mehr viel von jener magisch-freundschaftlichen Atmosphäre, die ihr Zusammenspiel geprägt hatte.

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