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Pianistin Mihaela Ursuleasa gestorben

Die rumänische Pianistin Mihaela Ursuleasa ist tot. Sie starb 33-jährig am Donnerstag in ihrer Wiener Wohnung an einer Gehirnblutung. Ursuleasa war Trägerin des Schweizer Clara-Haskil-Preises.

Feierte Erfolge mit Konzerten und Aufnahmen: Pianistin Mihaela Ursuleasa.
Feierte Erfolge mit Konzerten und Aufnahmen: Pianistin Mihaela Ursuleasa.

Ein Fremdverschulden sei definitiv auszuschliessen, teilte die Wiener Polizei der Nachrichtenagentur APA am Freitagvormittag mit. Ursuleasa erlag demnach den Folgen eines Aneurysmas, also einer gefährlichen sackartigen Ausstülpung einer Arterie. Derartige Fehlbildungen können angeboren sein oder auf Entzündungen folgen. Platzt ein Aneurysma, kann ein Mensch innerhalb von Minuten verbluten. Vorboten sind unter anderem stärkste Kopfschmerzen und Erbrechen. Ursuleasa hatte vor kurzem aus Gesundheitsgründen zwei Konzerte in Bukarest abgesagt.

1978 im siebenbürgischen Brasov (Kronstadt) als Tochter eines Roma-Musikers geboren, hat Ursuleasa schon im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierspiel begonnen. Mit 13 erhielt sie vom Dirigenten Claudio Abbado ein Stipendium und studierte acht Jahre lang am Konservatorium in Wien. 1995 – da war sie gerade 17 – gewann sie den grossen Preis des renommierten Clara-Haskil-Wettbewerbs.

Für die nächsten Monate hatte Ursuleasa 16 Konzerte in Europa und Übersee geplant. Unter anderem hätte sie am 24. Oktober im Kultur-Casino Bern auftreten sollen. Die Agentur von Ursuleasa sprach am Freitag von einem tragischen Verlust. «Wir haben nicht nur eine wundervolle Person verloren, sondern auch eine der grössten Künstlerinnen, die unsere musikalische Welt kannte.»

SDA

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