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Seelendrama einer Femme fatale

Armida gehört zu den inspirierendsten Frauenfiguren der Operngeschichte. Christoph Willibald Gluck (1714–1787) widmete ihr sein bestes Werk. Nun holt Chefdirigent Mario Venzago die Oper in Bern aus der Versenkung.

Grosse Gefühle im Zaubergarten: «Rinaldo und Armida» des flämischen Malers Anthonis van Dyck (um 1629).
Grosse Gefühle im Zaubergarten: «Rinaldo und Armida» des flämischen Malers Anthonis van Dyck (um 1629).
Keystone

Zerraufte Haare, nass geschwitzte Kleider: Als 1777 in Paris die Oper «Armide» von Christoph Willibald Gluck über die Bühne ging, taumelte die Masse. Das Parterre sei so überfüllt gewesen wie noch nie, berichtete Gluck der Baronin Anne von Fries nach Wien. «In der Oper gibt es sechs Stellen, wo die Leute hingerissen sind und ausser Rand und Band geraten. Kommen Sie her, Madame, um sich den Tumult anzusehen, er wird Sie ebenso amüsieren wie die Oper selbst.»

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