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«Nobelpreis der Musik» für Tabea Zimmermann

Die Bratschistin ist die dritte Frau, die den Siemens-Musikpreis erhält.

Tabea Zimmermann engagiert sich insbesondere für zeitgenössische Werke. Foto: Rui Camilo/EvS Musikstiftung
Tabea Zimmermann engagiert sich insbesondere für zeitgenössische Werke. Foto: Rui Camilo/EvS Musikstiftung

Die 53-jährige deutsche Bratschistin Tabea Zimmermann erhält den mit 250'000 Euro dotierten Siemens-Musikpreis. Es ist der bedeutendste Klassik-Preis; oft wird er als «Nobelpreis der Musik» bezeichnet. Die Jury lobt ihr «tiefes musikalisches Verständnis» und ihre «bedingungslose Liebe zur Musik». Mit unermüdlichem Enthusiasmus gestalte sie die musikalische Gegenwart auf eindrücklichste Art und Weise.

Zimmermann fing mit drei Jahren an, Bratsche zu spielen, zwei Jahre später kam Klavier hinzu. Sie tritt häufig mit Kammermusik-Ensembles auf, etwa mit dem Arcanto Quartett, spielte aber auch mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra oder der New World Symphony.

Ihr besonderes Interesse gilt der neuen Musik; zahlreiche Werke – etwa von György Ligeti, Wolfgang Rihm oder Heinz Holliger – sind für sie entstanden. Früh begann sie auch zu unterrichten, erst in Saarbrücken, seit 2002 an der Hochschule Hanns Eisler in ihrer Wahlheimat Berlin.

Tabea Zimmermann ist die dritte Frau, die den seit 1973 verliehenen Preis erhält – nach der Geigerin Anne-Sophie Mutter (2008) und der Komponistin Rebecca Saunders (2019).

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