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Verzweifeltes Cross-over mit Sina und Michael von der Heide

Begegnung der Sparten in der Zürcher Tonhalle: Sina und Michael von der Heide sangen mit dem Symphonischen Orchester Zürich. So recht zusammenpassen wollte dies aber nicht.

Nach den jüngsten finanziellen und personellen Turbulenzen hat sich das Symphonische Orchester Zürich (SOZ) einem Neustart im Zeichen des Cross-over verschrieben. Nicht nur eine Verbreiterung des potenziellen Publikums wünscht man sich damit, sondern auch die Besetzung einer Nische, in der man der aussichtslosen Konkurrenz mit dem Tonhalle-Orchester und dem Zürcher Kammerorchester nicht ausgesetzt ist. Nun liess sich erstmals hören, wohin die Reise geht: Unter dem Titel «Songs and Symphony» waren Sina und Michael von der Heide eingeladen, zusammen mit dem SOZ, Dirigent Rainer Held und Pianist Peter Jacques einen Bogen von der Songwelt zum klassischen Orchesterklang zu schlagen.

Allein: Zum Cross-over kam es an diesem Abend nicht, es blieb beim blanken Nebeneinander. Dies zeigte sich einerseits in der Programmfolge: Schmissige Leichtgewichte der Klassik umrahmten Songblöcke von Sina und Michael von der Heide, ohne irgendeine Form von Interaktion herstellen zu können; und es zeigte sich weiter in der hindernisreichen Kommunikation zwischen Stimme und Orchester – Sina und Michael von der Heide schienen fast schon verzweifelt nach einem Miteinander zu haschen, dem SOZ jedoch blieben hierfür kaum Reserven, war es doch vollauf mit den instrumentalen Herausforderungen der Arrangements beschäftigt.

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