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«Wir sind nicht entspannt»

Gemeinsam erfolgreich: Fabio Luisi (l.) und Andreas Homoki. Foto: Sabina Bobst

Es gibt Gerüchte, dass Sie derzeit gerade Verdi verbessern. Was ist da dran?

Was ist denn das Problem?

Es ist also ein ständiges Hin und Her, wenn Sie zusammen eine Aufführung entwickeln. Wie wichtig ist es da, dass Sie am selben Haus arbeiten?

Sind Sie sich denn einig, was andere Aufführungen betrifft?

«Jeder kann eine gute Premiere machen: Bumm, da ist sie. Aber die Leute gehen ja nicht nur in die Premieren.»

Andreas Homoki

Was ist dieses Grundsätzliche?

Diese Haltung verlangen Sie auch von Gastregisseuren?

Sie präsentieren in jeder Spielzeit eine gemeinsame Aufführung: Was erklären Sie zur Chefsache?

Sie sind jetzt in Ihrem sechsten Jahr in Zürich, und von aussen betrachtet, wirkt alles sehr stabil und entspannt.

«Ich reserviere schon gewisse Werke für mich. Solange ich hier bin, ist der ‹Rosenkavalier› mein Stück.»

Fabio Luisi

War das Glück oder Können?

In der laufenden Saison geht fast nichts schief: Es ist wohl die bisher beste unter Ihrer Leitung.

«Jewgeny Onegin», «Mahagonny», «Madama Butterfly» – das waren schon zum Start drei grossartige Produktionen. Und auch seither läuft es gut.

Buchen Sie deshalb für Wiederaufnahmen so oft prominente Sänger?

Also versucht man es gar nicht erst?

Sie planen drei bis vier Jahre im Voraus. In vier Jahren endet Ihr Vertrag. Verhandeln Sie schon über eine Verlängerung?