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Alex Frei getoastet

Eine deutsch-britische Künstlergruppe schuf im Rahmen der Kunstmesse Art Basel ein Porträt des Fussballers Alex Frei – aus gerösteten Brotscheiben.

Gestern wurde in Basel Alex Frei getoastet. Für einmal ist das nicht so zu verstehen, dass der FC-Basel-Torjäger ausgepfiffen worden wäre, sondern ganz wörtlich: Die deutsch-britische Künstlergruppe Gob Squad schuf ein Porträt des Torjägers aus gerösteten Toastscheiben. Dutzende Toaster waren im Einsatz, Hunderte Scheiben Brot wurden verbraten und zum Schluss wie Mosaiksteine oder einzelne Pixel angeordnet, auf dass sich darin das Antlitz von Herrn Frei zeige.

Von Meinhof bis Beuys

Anlass für die Toaster-Extravaganza ist das Performance-Festival « Zap!», das parallel zur morgen offiziell beginnenden Kunstmesse Art Basel läuft. So überzogen die Mitglieder von Gob Squad gestern die Kaserne Basel mit dem Duft gerösteten Brotes, servierten dazu Tee und plauderten mit ihrem Publikum. Die Gruppe Gob Squad fand sich 1994 in Giessen zusammen und realisiert seither Kunstprojekte, welche die ironische Entlarvung von Revoluzzer-Posen ebenso zum Thema haben wie die Dekonstruktion der Hochkultur. Ein wichtiges Element ist dabei der Einbezug des Publikums. Für ihre Projektreihe «To@ster» haben sie bereits Persönlichkeiten wie die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof, den Künstler Joseph Beuys oder den Nintendo-Star Super Mario mit Toastscheiben porträtiert.

Der getoastete Alex Frei ist die ganze Woche in Basel zu bewundern – allerdings sollte sich beeilen, wer das Werk noch im Originalzustand sehen möchte. Das Frei-Porträt steht nämlich unter freiem Himmel und ist den Elementen ausgesetzt – bei allfälligem Regen wird Alex Frei sich in Brotmatsch verwandeln. Bislang hätten sich bereits die Vögel am getoasteten Frei gütlich getan, melden die Verantwortlichen der Kaserne Basel.

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