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Als der Zauberlehrling sein Lebenswerk abfackelte

Manor-Kunstpreis-Träger Raphael Hefti (36) macht gefährliche Kunst. Er hat bei einem Fotoprojekt ein Auto in Brand gesteckt, angeblich wilde Tiere erschreckt und sein ganzes Material verloren. Die weiten Kreise, die der Unfall zog, hat er zu Kunst verarbeitet.

Faszination Werkprozess: Künstler Raphael Hefti in seinem Zürcher Atelier.
Faszination Werkprozess: Künstler Raphael Hefti in seinem Zürcher Atelier.
Markus Forte/Ex-Press

Raphael Hefti hat es richtig krachen lassen. Das beweist der detaillierte Polizeibericht von 2008. Der in Beamtensprache verfasste Text ist nun Teil einer Publikation, in der Hefti seine persönliche Katastrophe zu Kunst verarbeitet hat.

«Herr Hefti fuhr am 24.1. 2008 in das Gebiet Rosenlaui. Er wollte mit weiteren Personen im Gebiet Kleines Wellhorn (Jagdbezirk) mittels Beleuchtungskörper Filmaufnahmen machen. Einzelne Körper wollte er in einem Schneehang zünden, andere mittels GPS-funkferngesteuerter Helikopter in die Höhe fliegen und zünden», steht in der Akte geschrieben. Was dann geschah, hatte verheerende Folgen. Versehentlich zündete ausgerechnet Hefti, der vor seiner Ausbildung zum Fotografen eine Lehre als Elektroniker absolviert hatte, statt den Leuchtkörper im Schneehaufen jenen, der sich im Fahrzeug befand.

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