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«Als fiele das Fraumünster auseinander»

Einige der bedeutendsten Tempel Nepals sind zerstört. Kunsthistoriker Hans Bjarne Thomsen sagt, warum das Erdbeben vielen Nepalesen als Strafe Gottes erscheinen muss.

Viele historische Gebäude sind vom schweren Erdbeben betroffen: Ein Mann geht durch die völlig zerstörte Königsstadt Bhaktapur. (26. April 2015)
Viele historische Gebäude sind vom schweren Erdbeben betroffen: Ein Mann geht durch die völlig zerstörte Königsstadt Bhaktapur. (26. April 2015)
AP Photo/Niranjan Shrestha, Keystone
Im Kathmandu-Tal befinden sich sieben Kulturstätten, die zum Unesco-Weltkulturerbe zählen: Eine Rikscha fährt über den Durbar-Platz. (26. April 2015)
Im Kathmandu-Tal befinden sich sieben Kulturstätten, die zum Unesco-Weltkulturerbe zählen: Eine Rikscha fährt über den Durbar-Platz. (26. April 2015)
AP Photo/Bernat Armangue, Keystone
Auch die Umgebung des Turms aus dem 19. Jahrhundert liegt in Trümmern. (26. April 2015)
Auch die Umgebung des Turms aus dem 19. Jahrhundert liegt in Trümmern. (26. April 2015)
AP Photo/Niranjan Shrestha, Keystone
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Wie sehr ist Nepals Kulturerbe beschädigt? Die Zerstörung ist unglaublich. In Kathmandu standen viele religiöse Gebäude, die für Hinduisten und Buddhisten von enormer Bedeutung waren: das Unesco-Weltkulturerbe, der Trailokya-Mohan-Narayan-Tempel, der Maju-Deval-Tempel, der Dharahara-Turm. Diese Gebäude sind nun stark oder komplett zerstört. Man muss sich das so vorstellen: Man läuft durch Zürich und das Fraumünster fällt auseinander, und bloss ein paar Steinbrocken bleiben von ihm übrig. Wie sehr die ländlichen Tempel beschädigt wurden, weiss man noch nicht genau. Die Berichte, die ich aus Nepal vernommen habe, lassen aber auch dort Schlimmes befürchten.

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