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«Das Matterhorn war mir lange zuwider»

In seiner neusten Aktion malte Banksy einen Nazi auf ein Landschaftsgemälde. Valentin Roschacher, Ex-Bundesanwalt und Maler, kontert die Kritik des Graffiti-Künstlers und spricht über seine Arbeit.

Herr Roschacher, jüngst sorgte der Street-Art-Künstler Banksy für Aufsehen, als er in ein Landschaftsporträt einen Nazi hineinmalte und das Bild dann mit seinem Namen signierte – mit der absehbaren Folge, dass es nun ein Vermögen wert ist. Was halten Sie von der Aktion? Ich habe schon Witzigeres von Banksy gesehen. Er hat gegen das Urheberrecht verstossen und eine mittelmässige Malerei mit einer mittelmässigen Ergänzung versehen. Es erscheint mir zudem unanständig, dass er als Künstler das Werk eines anderen Künstlers diffamiert. Kurz: Ein doofer Schabernack.

Ein Schabernack, der auch auf die Gattung an sich zielt, auf Ihre Art der Malerei, die von vielen Kunstkennern als anachronistisch kritisiert wird – die Landschaftsmalerei. Diese Kritik ist mir egal. Die wichtigste Eigenart eines Künstlers ist Ehrlichkeit. Ehrlichkeit gegenüber seinen Veranlagungen und Neigungen. Ich male nur, was ich in mir habe, und ich lasse mir keine Trends diktieren.

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