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Der Tod trägt Hut

Das Kunstmuseum Bern hat eine Schenkung der Vereinigten Staaten Mexikos erhalten. 51 grafische Blätter und eine Skulptur zelebrieren mal surreal, mal abstrakt Mexikos Mythen, die Unabhängigkeit und die Revolution.

Ein grinsendes Skelett mit einem opulenten Hut auf dem Kopf – so präsentiert sich La Catrina, eine der beliebtesten Figuren bei den Feiern zum «Tag der Toten» in Mexiko. Die gruselige Dame macht sich in bürgerlicher Aufmachung über die Oberschicht lustig. Schliesslich sind auch die Reichen am Ende dem Tod geweiht. Der Kanadier René Derouins zitiert in seinem Linolschnitt «La muerte y la vida» (2010) das beliebte Motiv und verpasst seiner Figur in Anspielung auf Mexikos Flaggenemblem einen Körper aus einem Adler, der eine Schlange verspeist.

Der Künstler studierte im Mexiko der Fünfzigerjahre mexikanische Wandmalerei. Er ist einer von 52 Kunstschaffenden, die 2010 von den Vereinigten Mexikanischen Staaten anlässlich der Feierlichkeiten zum 200-Jahr-Jubiläum der Unabhängigkeit beauftragt wurden, das Land künstlerisch zu reflektieren.

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