Zum Hauptinhalt springen

Die Künstlerfamilie Giacometti vereint

Bei Koller Auktionen kommen Werke aller künstlerisch tätigen Mitglieder der Giacometti-Familie unter den Hammer.

Giovanni Giacometti: Maloja Capolago (um 1910). Schätzpreis 40'000-50'000 Franken.
Giovanni Giacometti: Maloja Capolago (um 1910). Schätzpreis 40'000-50'000 Franken.
Koller Auktionen
Giovanni Giacometti: Feldarbeiter (um 1922). Schätzpreis 220'000-280'000 Franken.
Giovanni Giacometti: Feldarbeiter (um 1922). Schätzpreis 220'000-280'000 Franken.
Koller Auktionen
Diego Giacometti: Konsole «La Promenade des amis» (Entwurf um 1976). Schätzpreis 300'000-500'000 Franken.
Diego Giacometti: Konsole «La Promenade des amis» (Entwurf um 1976). Schätzpreis 300'000-500'000 Franken.
Koller Auktionen
1 / 12

Nicht alle Giacomettis stehen oder hängen in Kunstmuseen wie dem Kunsthaus Zürich. So wartet die nächste Auktion beim bekannten Zürcher Auktionshaus Koller mit einer Besonderheit auf: Werke aller künstlerisch tätigen Mitglieder der Familie Giacometti sind vertreten. Daneben werden Werke von weiteren Schweizer Künstlern wie Albert Anker, Cuno Amiet oder Félix Vallotton versteigert.

Wer waren die Giacomettis?

Die Familie Giacometti stammt aus dem Bergell. Die künstlerische Tradition wurde begründet von Giovanni Giacometti (1868–1933) und Augusto Giacometti (1877–1947), seinem Cousin 2. Grades und Nachbarn. Beide waren als Maler international bekannt. An Ruhm übertroffen wurden sie von Giovannis Söhnen Alberto Giacometti (1901–1966) – der auf der 100er-Note – und Diego Giacometti (1902–1985). Beide lebten ab den 1920er-Jahren in Paris, blieben aber ihrer Bündner Heimat eng verbunden. Seine Gemälde und vor allem seine charakteristischen Skulpturen, die auf Auktionen schon Preise in dreistelliger Millionenhöhe erzielten, machten Alberto Giacometti weltberühmt. Diego Giacometti tat sich vor allem als Designer und Bildhauer hervor. Ihr jüngster Bruder, der kürzlich verstorbene Architekt Bruno Giacometti (1907–2012), war unter anderem am Bau des Zürcher Hallenstadions beteiligt. Von ihm sind keine Werke im Handel.

Das Auktionshaus Koller versteigert bei seiner nächsten Auktion insgesamt zwölf Werke der Giacometti-Familie. Darunter sind ein frühes Aquarell und eine späte Skizze von Alberto Giacometti, die im Vergleich zu seinen Skulpturen sehr preisgünstig sind. Daneben kommen Gemälde von Giovanni Giacometti und Augusto Giacometti sowie Möbel von Diego Giacometti zur Auktion, die im sechsstelligen Bereich geschätzt werden.

Dass alle Mitglieder der Familie Giacometti an einer Auktion versammelt sind, ist sehr selten, obwohl sie neben Albert Anker die Auktionen für Schweizer Kunst der letzten zehn Jahre prägten. Die Auktion findet am Freitag, 22. Juni statt. Die Auktionsausstellung steht bis zum 17. Juni allen offen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch