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Hergiswil als Schicksal

Pravoslav Sovak, gebürtiger Tscheche und Heimatloser aus Überzeugung, hat hierzulande ein grosses Werk geschaffen. Es hängt in renommierten Museen – doch in der Schweiz kennt man ihn kaum.

Das gilt für seine Kunst ebenso wie für den heute 88-jährigen Kunstschaffenden selbst: In all den Jahren, die er hier wohnte, habe ihn kein Schweizer auch nur zu einer Tasse Tee eingeladen, meint Pravoslav Sovak.
Das gilt für seine Kunst ebenso wie für den heute 88-jährigen Kunstschaffenden selbst: In all den Jahren, die er hier wohnte, habe ihn kein Schweizer auch nur zu einer Tasse Tee eingeladen, meint Pravoslav Sovak.
Florian Bachmann
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«Der Fall» heisst eine Fotomontage von Pravoslav Sovak aus dem Jahr 2006. Sie zeigt einen Mann mit schütterem Haar knapp vor dem Ertrinken in einem verschlammten Swimmingpool. Eine umstürzende Tanne muss ihn vom Gartenstuhl gerissen haben, auf dem er eben noch sass. Als ich an einem Herbstabend im nidwaldnerischen Hergiswil das Haus betrete, zu dem der Pool gehört, kommt mir die Szene in den Sinn. Der Künstler, den ich nach langer Zeit zum ersten Mal wiedersehe, atmet schwer. «Ein plötzlicher Blutdruckabfall», entschuldigt sich der 88-Jährige. «Der Besuch, die Aufregung, das alles wächst mir allmählich über den Kopf.»

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