Zum Hauptinhalt springen

«Ich habe das nie als Lebensaufgabe gesehen»

Der Zürcher Juri Steiner verlässt das Zentrum Paul Klee (ZPK) auf Ende März 2011. Sein Abgang habe nichts mit den strukturellen und finanziellen Problemen des ZPK zu tun, sagt er.

Juri Steiner ist ein positiv denkender Mensch. «Klagen bringt nichts» heisst sein Motto, und tatsächlich hat man von ihm kaum einmal etwas Negatives gehört, seitdem er im März 2006 die Leitung des Zentrums Paul Klee übernahm. Er war damals erst 37-jährig und kam mit dem Schwung der Expo.02 nach Bern. Auch jetzt, da er die Gründe für seinen Abgang auf März 2011 darlegt, bleibt er seiner Linie treu: «Das ist kein negativer Entscheid gegen das Zentrum Paul Klee, sondern ein positiver Entscheid für meine Selbstständigkeit», sagt er. Er wolle sich in Zukunft auf eigene Projekte konzentrieren und wieder in grösserer Freiheit arbeiten.

Steiner verlässt das ZPK zu einem Zeitpunkt, da das 2005 eröffnete Haus vor einschneidenden Veränderungen steht. Bis 2014 soll das ZPK, wie das Kunstmuseum Bern, kantonalisiert werden, zudem besteht von politischer Seite der Auftrag, die beiden Häuser zusammenzuführen und unter Umständen gar unter die gemeinsame künstlerische Leitung eines Superdirektors zu stellen. Weiterhin eng bleibt der finanzielle Rahmen für das chronisch unterfinanzierte ZKP, das nach fulminantem Beginn mit erheblichem Zuschauerschwund zu kämpfen hatte: Der Leistungsvertrag für 2012 bis 2015 bringt keine Erhöhung der Subventionen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.