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«Ich sehe auch in Holzmaserungen Gestalten»

Markus Raetz ist einer der bedeutendsten Schweizer Künstler der Gegenwart. Aktuell würdigt das Kunstmuseum Bern sein Werk. Bei einem Rundgang durch die Ausstellung erzählt Raetz von den wilden Sechzigern.

Der Mann, der eigentlich nicht gerne über seine Kunst spricht: Markus Raetz vor einem seiner Werke im Kunstmuseum Bern. Sein «Seemannsblick» zeigt das, was man sieht, wenn man durch ein Fernglas aufs Meer blickt.
Der Mann, der eigentlich nicht gerne über seine Kunst spricht: Markus Raetz vor einem seiner Werke im Kunstmuseum Bern. Sein «Seemannsblick» zeigt das, was man sieht, wenn man durch ein Fernglas aufs Meer blickt.
Urs Baumann

Markus Raetz, Sie geben kaum Interviews. Warum sprechen Sie so ungern über Ihre Kunst? Markus Raetz: Sobald ich Statements zu meiner Kunst abgebe, wird das für die letzte Wahrheit gehalten. Das schränkt die eigene Wahrnehmung enorm ein. Die Leute sollen meine Bilder und Skulpturen unvoreingenommen anschauen. Ich verstehe meine Arbeiten wie Musikinstrumente, auf denen man selbst spielen kann. Man darf natürlich auch einfach an einem Werk vorbeigehen, wenn einen etwas nicht anspricht. Ich mache das auch so, wenn ich durch eine Ausstellung gehe.

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