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«Ich spreche nur über meine Arbeit»

Die Französin Sophie Calle (65) erhält mit «Regard incertain» eine grosse Einzelausstellung. Im Kunstmuseum Thun erzählte sie, warum sie gerne in fremde Leben eintaucht, aber es unnötig findet, über ihr eigenes zu sprechen.

Sophie Calle im Kunstmuseum Thun.

Sophie Calle im Kunstmuseum Thun.

(Bild: Christian Pfander)

Helen Lagger@FuxHelen

Sie sind die Tochter von Medizinern. Wie hat Sie Ihr Elternhaus geprägt? Was für ein Kind waren Sie?
Sophie Calle: Ich spreche nicht über mein Leben. Ich spreche nur über meine Arbeit. Oder um es genauer zu sagen, ich spreche nur über mein Leben, wenn es sich mit meiner Arbeit kreuzt. Das kann merkwürdig erscheinen, da ich ja oft dafür angeklagt werde, in das Leben anderer einzudringen. Was ich über meine Kindheit sagen kann? Ich komme aus einem Milieu, das mich begünstigt hat.

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