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«Man verweigert eine Konfrontation»

Theaterknatsch am Rhein: Der Basler Bürgerrat sperrt seinen Gemeindesaal für die Aufführung des Stücks «Breiviks Erklärung» von Milo Rau. Im Interview nimmt der Regisseur Stellung.

Umstrittener Theatermacher: Milo Rau während der Inszenierung der Moskauer Schauprozesse. (Aufnahme vom 1. März 2013)
Umstrittener Theatermacher: Milo Rau während der Inszenierung der Moskauer Schauprozesse. (Aufnahme vom 1. März 2013)
Keystone
Prominente Darstellerin: Jekaterina Samutsewitsch von den Pussy Riots (links). (Aufnahme vom 3. März 2013)
Prominente Darstellerin: Jekaterina Samutsewitsch von den Pussy Riots (links). (Aufnahme vom 3. März 2013)
Keystone
Rau im Weimarer Theater: Auch hier wurde die Aufführung von «Breiviks Erklärung» abgelehnt. (Aufnahme vom 18. Oktober 2012)
Rau im Weimarer Theater: Auch hier wurde die Aufführung von «Breiviks Erklärung» abgelehnt. (Aufnahme vom 18. Oktober 2012)
Keystone
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Herr Rau, Ihr Stück «Breiviks Erklärung» ist die blosse Wiedergabe der Verteidigungsrede des rechtsextremen Massenmörders. Was beabsichtigen Sie damit? Die Verteidigungsrede wurde tausendfach getwittert und in winzigen, dekontextualisierten Auszügen zugespitzt wiedergegeben. So wurde eine Rede dämonisiert, die eigentlich als Ganzes nur eins ist: banal und langweilig. Sie strotzt vor rechtsnationalen Gemeinplätzen. Wer die Rede liest, ist schockiert, nicht schockiert zu sein. Breivik ist ein irrer Mörder, klar – aber seine politische Ideologie ist nicht überraschend und ziemlich gewöhnlich.

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