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Operationen am offenen Schädel

Der Maler Henri Matisse war auch ein leidenschaftlicher Bildhauer, wie das Kunsthaus Zürich in einer neuen Ausstellung zeigt.

Henri Matisse, Nu couché I (Aurore), 1907 Bronze.© Succession Henri Matisse/2019 ProLitteris, Zurich
Henri Matisse, Nu couché I (Aurore), 1907 Bronze.© Succession Henri Matisse/2019 ProLitteris, Zurich

Weniger Jeannette war nie. Das Gehirn der fünften Skulptur, die Henri Matisse (1869–1954) nach dem Kopf seiner Nachbarin Jeanne Vaderin geformt hat, sieht aus wie aus einer Handvoll Äpfel gebaut. Man blickt bei «Jeannette V» direkt in den offenen Schädel. Eine kräftige Nase dominiert das Gesicht, das so zerstört ist, dass es an Bilder von Kriegsversehrten erinnert. Kein Wunder, entstanden ist das Meisterwerk expressionistischer Skulptur mitten im Ersten Weltkrieg.

Henri Matisse, Jeannette V, 1916, Bronze. Foto: François Fernandez © Succession Henri Matisse/2019 ProLitteris, Zurich
Henri Matisse, Jeannette V, 1916, Bronze. Foto: François Fernandez © Succession Henri Matisse/2019 ProLitteris, Zurich

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