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Von der Kunst, Kunst zu erhalten

Paul Klees Bilder sind ein unschätzbares Kulturgut. Deshalb wird im Zentrum Paul Klee auch alles daran gesetzt, die Werke zu erhalten. Restauratorin Patrizia Zeppetella erzählt von den Knacknüssen, die es dabei zu lösen gilt.

Das Werk auf der Vorderseite wurde mit Wachsfarbe gemalt. Sie blättert stellenweise ab. Dies, weil die Grundierung der Rückseite die Jutefaser durchdringt. Darauf haftet die Farbe schlecht. Als konservatorische Massnahme wird mit einem feinen Pinsel in minutiöser Detailarbeit ein Festigungsmittel aufgetragen.
Das Werk auf der Vorderseite wurde mit Wachsfarbe gemalt. Sie blättert stellenweise ab. Dies, weil die Grundierung der Rückseite die Jutefaser durchdringt. Darauf haftet die Farbe schlecht. Als konservatorische Massnahme wird mit einem feinen Pinsel in minutiöser Detailarbeit ein Festigungsmittel aufgetragen.
zvg

Paul Klee war ein sehr produktiver Künstler. Sein Œuvre umfasst gegen 10'000 Werke, wovon rund 4000 im Zentrum Paul Klee aufbewahrt und ausgestellt werden. Doch damit ist es nicht getan. Eine eigene Abteilung kümmert sich um den Erhalt der unschätzbar wertvollen Bilder, Zeichnungen und Figuren.

Das kleine Restaurationsteam steht vor speziellen Herausforderungen. Denn Klee experimentierte, von systematischem Interesse wie spielerischer Eingabe getrieben, mit unterschiedlichen Unterlagen und Farben. In seinem Œuvre-Katalog machte er Angaben zu Träger, Technik und Materialien seiner Werke. Während die Mischtechniken den Erhalt seiner Werke erschweren, erleichtert dies dafür sein strukturiertes Vorgehen. «Wir arbeiten mit der Hochschule der Künste, Fachrichtung Restaurierung, zusammen», sagt Restauratorin Patrizia Zeppetella. Die Hochschule hilft beispielsweise mit Pigmentanalysen und rasterelektronenmikroskopischen Aufnahmen weiter. «Die eigentlichen Arbeit am Bild geschieht dann hier im Zentrum», erzählt Zeppetella.

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