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Mal Farbige anschauen gehen

Gut gemeint – aber rassistisch: Gloria Wekker erklärt, wie selbst unsere liberale Gesellschaft Schwarze im Alltag diskriminiert.

Anthropologin Gloria Wekker unterwegs in der weissen Mehrheitsgesellschaft. Foto: Reto Oeschger

Anthropologin Gloria Wekker unterwegs in der weissen Mehrheitsgesellschaft. Foto: Reto Oeschger

Alexandra Kedves@tagesanzeiger

Sie hat etwas von einer Königin, als sie in leuchtend gelber Robe die Seebühne des Theater Spektakels betritt: Gloria Wekker, Aktivistin und emeritierte Professorin für Gender-Studies der Universität Utrecht. Ein wenig sei sie sich in dem Moment schon wie ein Zootier vorgekommen, erinnert sie sich allerdings während unseres Gesprächs zwei Tage später. «Alle Leute vom Theater Spektakel waren wunderbar und herzlich. Und es ist toll, so viele Künstler aus dem Süden performen zu sehen. Aber das Festival sollte auch seine eigenen Strukturen reflektieren: Wer sind die Entscheidungsträger? Wo ist da die Diversität?» Der künstlerische Leiter ist wie der technische Leiter ein weisser Mann; die kaufmännische Leitung hat eine weisse Frau inne.

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