Beatrice Egli kontert die Skandal-Rapper

An der Musikpreisverleihung Echo in Berlin prügelten sich nicht nur die harten Jungs Campino, Kollegah und Farid Bang verbal. Die deutlichsten Worte fand Schlagersternchen Beatrice Egli.

Hätte Kollegah und Farid Bang nicht auftreten lassen: Beatrice Egli. Screenshot: derwesten.de

Hätte Kollegah und Farid Bang nicht auftreten lassen: Beatrice Egli. Screenshot: derwesten.de

Bereits auf dem roten Teppich war es das Thema des Abends. «Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen» rappen die deutschen Rapper Kollegah und Farid Bang in ihrem Song «0815». Hätte man die beiden vom Echo ausschliessen müssen, der wichtigsten Preisverleihung der deutschen Musikbranche?

Während die meisten Künstler rumdrucksten und die Meinungsfreiheit priesen, sprach eine Klartext: Die Schweizer Schlagersängerin Beatrice Egli: «Sie auszuschliessen, wäre das Eine gewesen. Aber dass sie heute auch noch auf der Bühne stehen, damit habe ich ein Problem», sagte sie ins Mikrofon des Onlineportals von «Der Westen». Da sagt noch einer, die Schlagerszene fürchtete sich vor der Politik. Nicht Frau Egli. Sie legt sich bei Bedarf auch mit Jungs an, die sich ganz hart geben.

Auf der Bühne fand dann auch Tote-Hosen-Sänger Campino deutliche Worte. «Hat Provokation eine frauenfeindliche, homophobe, rechtsextreme oder antisemitische Form, ist eine Grenze überschritten.» Kollegah und Farid Bang konterten unter Buh-Rufen – und gewannen den Preis in ihrer Kategorie «Rap National».

mfe

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