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Bis dass die Finger bluten

Jack White liebt den Schmerz, Karen Elson, die Gitarre und das Schlagzeug. Doch das ist noch lange nicht alles.

Gitarrenbasteln mit Jack White: Ein Stück Holz, zwei Nägel, eine Saite, eine Flasche, ein Tonabnehmer, reichlich Klebeband und noch mehr Leidenschaft – fertig ist der Kultsound.
Gitarrenbasteln mit Jack White: Ein Stück Holz, zwei Nägel, eine Saite, eine Flasche, ein Tonabnehmer, reichlich Klebeband und noch mehr Leidenschaft – fertig ist der Kultsound.
zvg

Er macht es sich nicht leicht. Jack White III, mit neun Geschwistern in der US-Autostadt Detroit aufgewachsen, liebt Musik, die Schmerzen bereitet. So gibt es im kürzlich auf DVD veröffentlichten Film «It Might Get Loud» eine Liveszene, wo die Kamera seine Gitarre heranzoomt, deren Griffbrett blutverschmiert ist. «Bequemlichkeit ist der Feind der Kunst», behauptet White in der Filmhommage an die elektrische Gitarre, die den Youngster beim lockeren Stelldichein mit älteren Berufskollegen zeigt. Während Jimmy Page (Led Zeppelin) als Grandseigneur des Bluesrock vorgestellt wird und The Edge (U2) den technologiegläubigen Soundarchitekten gibt, kommt der 35-Jährige mal als selbstironischer Dr. Jekyll, dann als von dunklen Mächten besessener Mr. Hyde daher. Wenn er sich über eines seiner roten Plastikinstrumente krümmt, scheint es, als würde die elektrische Gitarre die ihr zugeleiteten Stromstösse auf ihren Besitzer überleiten: White zuckt, schreit und spielt wie ein vom Exorzisten Gepeinigter – bis dass die Finger bluten.

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