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Bis der Arzt kommt

Vor einer Woche war sie krank, gestern gab die Popsängerin Rihanna im Zürcher Hallenstadion ein fiebriges Konzert.

Wärme und Ruhe – das empfiehlt jeder Hausarzt dem gemeinen Grippepatienten. Nun, das gilt offenbar nicht für Rihanna. Nur sieben Tage nachdem die 23-jährige Sängerin ihre Konzerte in Malmö und Stockholm erschöpfungsbedingt hatte absagen müssen, turnte sie am Montagabend über die Bühne des Hallenstadions, sprang unablässig vor und zurück, die Treppen hoch und runter. Ruhe? Nix da. Und auch mit der Wärme ist es nicht weit her. Bei der Kollektion von Bikinis, die sich die Sängerin aus Barbados im Verlaufe des zweistündigen Konzerts umschnürt, wird es höchstens den zahlreich anwesenden Herren und Burschen im Publikum etwas schwül.

Aber dafür haben sie ja auch bezahlt. Der vielleicht etwas grobe Sex-Appeal gehört zu dieser Künstlerin, gerade so wie die prägnante Stimme, das untrügliche Gespür für Ohrwurmmelodien und das hochprotestantisch anmutende Arbeitsethos. In den letzten sechs Jahren hat Rihanna fünf Alben veröffentlicht, das nächste, «Talk That Talk», folgt in zehn Tagen. Hinzu kommen 30 Millionen verkaufte Platten, und auf Facebook freundete sie sich mit gegen 50 Millionen Usern an. Keine Frage: Wenn irgendjemand kapiert hat, wie man dieses Spiel heute spielen muss, dann sie.

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