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Chico Hamilton ist tot

Mit seinem Schlagzeugstil prägte er den Cool Jazz. Jetzt starb der Musiker im Alter von 92 Jahren in New York.

Subtiler Groove: Chico Hamilton bei einem Konzert 2005 in der Hollywood Bowl in Los Angeles.
Subtiler Groove: Chico Hamilton bei einem Konzert 2005 in der Hollywood Bowl in Los Angeles.
Chris Pizzello, Reuters

Erst kürzlich, schon 92 Jahre alt, schloss er die Aufnahmen für «Inquiring Minds» ab, sein nun letztes Album. Die Aufnahmen waren Teil eines späten Comebacks von Forestorn «Chico» Hamilton, der die Höhepunkte seiner Karriere in den 50er-Jahren gefeiert hatte. Am Montag ist der Jazzschlagzeuger in Manhattan gestorben.

Geboren am 21. September 1921 in Los Angeles, spielte Hamilton zunächst in der Bigband von Lionel Hampton und in der Band der Sängerin Lena Horne, bevor er zum Quintett des Baritonsaxofonisten Gerry Mulligan stiess. Diese kalifornische Band, in der an der Trompete auch Chet Baker spielte, prägte in den 50er-Jahren den kalifornischen Westcoast-Jazz, der für seinen subtilen, coolen Sound bekannt und beliebt war. Das Chico Hamilton Quintet, das der Schlagzeuger dann gründete, wurde zu einer der populärsten Jazzbands der 50er-Jahre. Zu sehen ist sie etwa im Film «Sweet Smell of Success» von Alexander Mackendrick mit Burt Lancaster und Tony Curtis (1957). Später schrieb Hamilton auch die Filmmusik zu Roman Polanskis «Repulsion» (1965).

Als Schlagzeuger, Bandleader und Komponist spielte Chico Hamilton mit Dexter Gordon, Charles Mingus, Ron Carter, Eric Dolphy, Charles Lloyd und vielen anderen Grössen des Jazz. Sein bis jetzt letztes Album erschien 2011 mit «Revelation». (TA/SDA)

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