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David Bowie räumt in fünf Kategorien ab

Bei den Grammy Awards 2017 wurde die verstorbene Musiklegende David Bowie mit Preisen überschüttet. Adele holte den Grammy für das beste Album des Jahres.

Hommage an George Michael: Adele singt für den verstorbenen Superstar bei den Grammys. Video: Tamedia/AFP

Der verstorbene Rockstar David Bowie hat posthum fünf Grammys gewonnen – und damit in allen Kategorien, in denen er nominiert war. «Blackstar» wurde am Sonntag mit dem Preis «Bester Rock-Song» geehrt, zudem räumte das gleichnamige Album in den Sparten «Bestes Alternative-Album», «Beste Rock-Darbietung» und «Beste Produktion eines nicht-klassischen Albums» ab. Ausserdem wurde seine Produktion in der Kategorie «Best Recording Package» ausgezeichnet.

«Ich bin sehr glücklich für ihn, seine Familie und seine Fans», sagte Saxofonist Donny McCaslin, der drei Auszeichnungen für Bowie annahm. «So wie bei allen unseren Musikhelden wird seine Musik für immer leben», sagte Sängerin Katharine McPhee, die die Kategorie «Bester Rock-Song» präsentierte und den Preis anschliessend für ihn akzeptierte.

Ehre über den Tod hinaus: David Bowie gewann bei den Grammy Awards 2017 in fünf Kategorien. (Archivbild 2003)
Ehre über den Tod hinaus: David Bowie gewann bei den Grammy Awards 2017 in fünf Kategorien. (Archivbild 2003)
Kathy Willens/AP, Keystone
Helden in Unterhosen: Die Mitglieder von «Twenty One Pilots» nahmen ihren Preis beinfrei entgegen.
Helden in Unterhosen: Die Mitglieder von «Twenty One Pilots» nahmen ihren Preis beinfrei entgegen.
Matt Sayles/AP, Keystone
Klassischer präsentierte sich R&B-Sängerin Rihanna.
Klassischer präsentierte sich R&B-Sängerin Rihanna.
Paul Buck/EPA, Keystone
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Lediglich in Unterhosen gekleidet haben Twenty One Pilots ihren Grammy in der Kategorie «Beste Pop-Darbietung eines Duos/einer Gruppe» angenommen. Zur Begründung sagte das Musikerduo, in der Vergangenheit hätten sie die Verleihung in Unterwäsche vor dem Fernseher verfolgt und gehofft, einmal auch auf diese Bühne treten zu dürfen. Ihnen sei daher die spontane Idee eingefallen, erklärten sie am Sonntag. Geehrt wurden sie für ihren Song «Stressed Out».

Begonnen hatte die Gala in Los Angeles mit einem Auftritt der britischen Popdiva Adele, die ihren Welthit «Hello» darbot. Die Britin zählte neben der US-Sängerin Beyoncé auch zu den Topfavoritinnen im Rennen um die begehrtesten Musikpreise der Welt. Adele und Beyoncé waren unter anderem in den Hauptkategorien Bestes Album, Beste Aufnahme und Bester Song nominiert.

«Hello» von Adele wurde dann nicht nur in der Kategorie bester Song des Jahres, sondern auch als beste Aufnahme ausgezeichnet. Auch ihr Album «25» siegte – als bestes Pop-Gesangsalbum. Bester Song ehrt vor allem die Songwriter eines Liedes; in diesem Fall Adele und Greg Kurstin – die Aufnahme preist zusätzlich Ton und Produktion.

Beyoncé für bestes Video geehrt

So konnte sich Adele schon vor ihrem Auftritt über zwei Grammys freuen – sie bekam den Preis für das beste Pop-Gesangsalbum (für «25») und für die beste Pop-Solodarbietung («Hello»). Beyoncé erhielt die Auszeichnung für das beste Musikvideo («Formation»). Die US-Band Cage the Elephant gewann für «Tell Me I'm Pretty» den Preis für das beste Rockalbum.

Mit einer beeindruckenden Performance hat die schwangere R&B-Sängerin Beyoncé bei den Grammy-Awards auf die Rolle von Frauen und Müttern aufmerksam gemacht. Sie tanzte und sang In einem hautengen goldfarbenen Kleid sowie riesigem Haarreif und grossen Ohrringen.

Die 35-Jährige zeigte unter anderem ihren Song «Sand Castles» vom Album «Formation», nominiert als bestes Album des Jahres. Hologramm-Aufnahmen zeigten die Sängerin halbnackt mit Babybauch.

«Deine Mutter ist eine Frau – und Frauen wie sie können nicht in Zaum gehalten werden», sang sie am Sonntag im Staples Center in New York. Die US-Künstlerin war bei der 59. Ausgabe des wichtigsten Musikpreises der Welt für neun Grammys nominiert, mehr als jeder andere Künstler.

«Präsident Agent Orange»

Politisch ging es unter anderem zu, als Busta Rhymes US-Präsident Donald Trump wiederholt «Präsident Agent Orange» nannte und dessen veranlasstes Einreiseverbot für Staatsbürger aus sieben islamischen Staaten als «Muslimverbot» bezeichnete. Einen besonderen Auftritt hatte auch die 18 Jahre alte Tochter der verstorbenen Poplegende Michael Jackson, Paris. «Wir können diese Begeisterung hier wirklich bei einem Protest gegen eine Öl-Pipeline brauchen, Leute», sagte sie bei einer Moderation – vermutlich in Anspielung auf die umstrittene Ölleitung Dakota Access.

SDA/chi

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