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Der «Godfather of Rap» ist tot

Gil Scott-Heron ist im Alter von 62 Jahren gestorben. Der US-Musiker war ein wichtiger Wegbereiter des Rap. Vor kurzem stand er noch in der Schweiz auf der Bühne.

Der US-Musiker Gil Scott-Heron ist im Alter von 62 Jahren gestorben. Er starb nach Angaben einer Freundin gestern in einem Spital in New York, nachdem er nach der Rückkehr von einer Europa-Reise krank geworden war.

Scott-Heron nahm in den 1970er Jahren in Harlem den Song «The Revolution Will Not Be Televised» auf, der wegbereitend für den Rap war. Der Musiker wurde manchmal «Godfather of Rap» - Pate des Rap - genannt. Diese Bezeichnung lehnte er jedoch ab.

Politisch angehaucht

Der in Chicago geborene Musiker war für einen Stil bekannt, den er selbst manchmal als Bluesology bezeichnete. Er verband minimalistische Schlagzeuggeräusche mit sogenannten Spoken-Word-Performances, die politisch angehaucht waren.

Scott-Heron nahm mehr als ein Dutzend Alben auf und schrieb eine Handvoll Bücher. Im letzten Juli stand der Musiker am Montreux Jazz- Festival auf der Bühne. Zuletzt hatte er im Februar vergangenen Jahres das Album «I'm New Here» veröffentlicht, dass sich, gemessen an anderen künstlerisch-poetischen Platten, sehr gut verkaufte.

Zur Revolution aufgerufen

Scott-Heron wuchs im noch von der Rassentrennung geprägten Tennessee auf, zog als Jugendlicher aber zu seiner Mutter nach New York. Dort wurde er von den Beatpoeten der sechziger Jahre beeinflusst und verfasste bald selbst Gedichte.

Die meisten richteten sich an die Schwarzen in Amerika und riefen zur Revolution auf. Scott-Heron verstand darin aber nicht Kampf und Umsturz, sondern einen Wandel im Denken, hin zu mehr Bewusstsein, auch und gerade schwarzem Bewusstsein.

SDA/mrs

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