Zum Hauptinhalt springen

Der Sommer der unernsten Musik

Klassische Musik – schwer und steif? Stimmt nicht. Am wenigsten diesen Sommer. Wir stellen die merkwürdigsten Werke und Komponisten vor.

Heinrich Ignaz Franz Biber (1644–1704)

Biber – nie gehört? Das war ein wichtiger Komponist des Barock. Und worüber schreibt ein Biber am liebsten? Natürlich über Tiere. In seiner «Sonata representativa» von 1669 erklingt gar ein ganzer Zoo. Biber lässt die Nachtigall singen, den Kuckuck rufen und den Hahn krähen, die Frösche dürfen quaken und die Unken unken, bis die Katze mit kräftigem Miauen dem munteren Spektakel ein Ende bereitet. Spezialisiert auf barocken Schabernack ist die Berner Geigerin Meret Lüthi. Sie gastiert mit ihrem Ensemble Les Passions de l’Ame am Lucerne Festival. Mit dabei: Bibers «Battalia», ein barockes Kampfstück, in dem Kriegsgott Mars auf die ausschwärmenden Musketiere trifft. Biber übrigens wurde 1690 in den Adelsstand erhoben und durfte sich fortan «Biber von Bibern» nennen. Klingt auch wie ein Witz, irgendwie.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.