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«Einfach die Stadt New York abfeiern»

Was für ein Mix: Die neue Platte «Life in a Beautiful Light» von Amy Macdonald handelt von Kindheitsschwelgereien ebenso wie von Fussballclubrivalität und Alzheimer.

Folkige Leichtigkeit wiedererlangt: Sängerin Macdonald. (Aufnahme vom 10. April 2010)
Folkige Leichtigkeit wiedererlangt: Sängerin Macdonald. (Aufnahme vom 10. April 2010)
Keystone

Gerade mal volljährig ist Amy Macdonald vor sechs Jahren der Durchbruch gelungen: Mit «This Is the Life» brachte die damals 18-jährige Schottin die Befindlichkeit ihrer Generation auf den Punkt und katapultierte gleich einige ihre folkigen Songs ins Pop-Radio. Dem Nachfolger «A Curious Thing» 2010 war anzumerken, dass er überwiegend im Tourbus geschrieben wurde – das wird nun nach einer einjährigen Auszeit ohne grosse Reisen zu Hause in Schottland deutlich, in der das dritte Album «Life in a Beautiful Light» entstand. Die zwölf Songs sind textlich wieder intensiver, die Musik hat wieder die folkige Leichtigkeit des Debüts.

Celtic vs. Rangers

Bei «4th of July» schwelgt sie in Kindheitserinnerungen vom Erlebnis des US-Nationalfeiertags in New York und feiert zugleich die von den Anschlägen des 11. September 2001 erschütterte Stadt. «Sie ist immer noch ein grandioser, einzigartiger Ort», zitiert die Plattenfirma Macdonald. «Also wollte ich einen ausgelassenen Song schreiben und damit einfach die Stadt New York abfeiern.» In dem «schönen Licht», in das Macdonald ihre zwölf Geschichten taucht, entdeckt sie auch Positives in der Rivalität zwischen den grossen Fussballclubs ihrer Heimatstadt Glasgow, Celtic und den Rangers. Sie habe Freunde, deren Herzen für beide Clubs schlagen, und es gebe mehr als nur die üblichen Negativschlagzeilen, sagt der Rangers-Fan zu «The Green and the Blue». Den Song «Pride» werden die schottischen Fussballfans zu ihrer Hymne fürs Nationalteam machen, ist sich die Plattenfirma sicher.

Und wenn Macdonald mit «Left That Body Long Ago» Angehörigen von Alzheimer-Krankheiten Trost zuspricht, in «Human Spirit» Durchhaltevermögen und die Hilfsbereitschaft für die lange verschütteten chilenischen Bergleute feiert und in «Across the Nile» die ägyptische Revolution, ist man fast überzeugt: Man muss nicht immer alles negativ sehen. Denn dann wäre schon alles kaputt.

dapd

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